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iBooks von Apple. Ein Experiment in fünf Büchern. (TEIL 1)

| Reinhard Stiehl

Mit dem neuen, kostenlosen Apple-Betriebssystem Mavericks ist aus iBooks – früher ein fester Bestandteil von iTunes – jetzt eine eigene App geworden. „Ihre Bücher sind zu iBooks umgezogen“ erfahre ich nach dem Laden von iTunes. Welche Bücher? Bisher habe ich allen Versuchen von iPad, Kindle & Co., mich zum E-Book-Lesen zu verführen erfolgreich widerstanden. Meine iBooks-Bibliothek ist leer. Wie lange noch?

iBook Mavericks

Ein Blick in den iBooks-Store kann ja nicht schaden. Unter der Rubrik „2013 Deutscher Buchpreis“ finde ich dort nicht nur den Roman der Gewinnerin Terézia Mora („Das Ungeheuer“), sondern sämtliche Titel der Buchpreis-Shortlist bzw. -Longlist: Insgesamt 15 Bücher, die zum Besten gehören, was an deutschsprachiger Literatur 2013 auf dem Buchmarkt erschienen ist. Und für alle steht ab sofort auch ein Auszug zum Download auf den Mac bereit. Das gab es bisher nur für iPad bzw. iPhone.

Jetzt werde ich schwach und lade mir sämtliche Auszüge der Bücher von der Buchpreis-Longlist auf mein MacBook herunter.

Meine neue iBooks-Bibliothek besteht jetzt aus 15 kostenlosen Romananfängen. Ich wähle aus der Buchpreis-Shortlist, für die 5 der 15 Bücher nominiert wurden, zuerst Monika Zeiner (die große Favoritin, die den Buchpreis aber wider Erwarten dann doch nicht gewonnen hat) und lese los:

Die Ordnung der STerne über Como

An einem Spätabend, dem Wetter nach zu urteilen irgendwo zwischen November und Februar, bekam Holler unerwarteten Besuch von seiner Ehefrau, die, wie sie sagte, ein paar Kleinigkeiten abholen wollte. Obwohl sie noch einen Schlüssel hatte, klingelte sie mit dem Handy kurz bei ihm an, um nicht einfach so hereinzustürzen, aus heiterem Himmel, sagte sie, was angesichts der Witterungsverhältnisse unpassend erschien, denn der Himmel hing tief, und in den Lichtkegeln der Straßenlaternen wirbelte Schnee. Die Ehefrau berichtete dem Anrufbeantworter, dass sie zufällig in der Gegend und in circa fünf Minuten in der Wohnung sei. Thomas, der vermutlich neben dem Telefon stehe, solle sich also nicht wundern. Thomas wunderte sich aber trotzdem.

Dann die Idee.

Ein Buch nur aufgrund des Romananfangs zu rezensieren. Ohne es ganz durchgelesen zu haben. „Shortcut“ als Feuilleton-Format. Gibt es das schon? Zugegeben, manche Rezensionen lesen sich auch jetzt schon so, als wäre der Kritiker über die ersten 10 Seiten des Buches nicht hinausgekommen. Aber das meine ich nicht.

Beim Buchhändler ist es mir schon peinlich, die Folie von mehr als drei Büchern aufzureißen, um sie anzulesen … und womöglich keines davon zu kaufen. Mit iBooks kein Problem.

Welches der fünf Bücher aus der Buchpreis-Shortlist wäre denn nun mein persönlicher Gewinner gewesen?

Vielleicht Clemens Meyer, der heimliche Favorit, der es am Ende aber auch nicht geschafft hat?

Clemens Meyer - Im Stein

Wenn es Abend wird, stehe ich am Fenster. Ich schiebe die Lamellen der Jalousie mit den Fingern auseinander und sehe den Abendhimmel hinter den Häusern auf der anderen Seite der Straße. Es wird immer noch früh dunkel. Das Jahr ist nicht mal einen Monat alt, aber es fühlt sich schon lang und schwer an. Obwohl es nicht so viel Arbeit gibt zurzeit. Im Januar jammern wir alle. Ich will immer noch einmal die Sonne sehen und den letzten Streifen Licht. Ich gehe früh um acht zur Arbeit, da ist es immer noch nicht richtig hell. Im Sommer ist alles besser, so geht es sicher den meisten, aber andererseits denke ich im Sommer an Urlaub und habe oft keine Lust auf die Arbeit. Und ich glaube, dass es im Winter am besten läuft, wenn man jetzt mal den Januar außen vor lässt. Obwohl das viele bestimmt anders sehen. Ich finde es schade, dass die Wohnung keinen Balkon hat. Im Sommer könnte ich dort sitzen und mich sonnen, besser als das blöde olarium, und im Winter könnte ich vor der Dämmerung dort stehen und eine rauchen und den Himmel beobachten, wie er rot wird. In den klaren Nächten sehe ich gerne den Mond. Da muss ich immer an das Kinderlied denken. Meine Mutter hat mir das oft vorgesungen vorm Einschlafen. Der Mond ist aufgegangen.

Oder doch die Gewinnerin Terézia Mora, mit der keiner gerechnet hatte?

Terézia Mora - Das Ungeheuer

Sie beugte sich über ihn, ihre Brüste schwangen nach vorn, ein Duft stieg ihren Bauch entlang hoch, er hob den Kopf ein wenig, um ihren Nabel zu sehen, eine kleine Muschel, mit einer oberen Krempe, er freute sich über den Anblick, aber was ihn wirklich interessierte, war die Fortsetzung, der in einer kleinen Stufe ansteigende Unterbauch, die schokobraunen Schamhaare, aber ausgerechnet hier geriet etwas durcheinander, ein helles Flattern störte das Bild, gleichzeitig polterten Stimmen herein, es waren mehrere, darunter mindestens ein Mann und eine Frau, sie redeten und lachten, nicht ganz nah, in einem benachbarten Raum, redeten unverständlich und lachten, und so wie gerade erst große Freude („Da bist du ja!“) und Bangen („Das ist alles nur ein Traum das darfst du nicht denken sonst ist er vorbei.“) in immer heißer werdenden Wellen Darius Kopp fluteten, schlug jetzt der Zorn zu, das war am heißesten, ein wildes Hämmern hob in seinem Kopf an, Vorschlaghammer auf Metallplatte, infernalisch, unbändig: Zorn. Was habt ihr hier zu lachen, Hyänen, wer seid ihr überhaupt, was treibt ihr hier, Juri, gottverdammdich, du Schwein!

Und was ist überhaupt mit den beiden anderen Kandidaten, die in die engere Auswahl kamen? Zuerst Marion Poschmann:

Marion Poschmann - Die Sonnenposition

Die Sonne bröckelt. Wenn im Speisesaal Betrieb herrscht, versetzen die schweren Schritte alles in Schwingung, und von der Decke fällt Stuck. aus der Sonnenmitte hängt das Kabel für den Kronleuchter, ein Modell aus DDR-Zeiten. Messingstäbe spreizen sich von einer Mittelachse, an den Enden verdecken Milchglastrichter die Glühbirnen bis auf die Kuppe, sie sind geformt wie kleine Füllhörner, die Strahlen aussenden, Sonnenimitate.
Die Stucksonne darüber ist nur noch halb vorhanden. Bei jeder Mahlzeit rieseln Gipsteile herab, einmal fiel ein Placken einem Patienten in die Suppe, seitdem hat man die Tische umgestellt, und der Platz in der Mitte ist frei. Nach jedem Essen liegen dort weiße Stückchen auf dem Linoleumboden, ein feiner Puder, manchmal größere Brocken, nach jedem Essen wird der Raum gewischt.

Und schließlich Mirko Bonné:

Mirko Bonné - Nie mehr Nacht

Es gab nichts, was nachts anders war als am Tag. Allem fehlt nur die Farbe, sagten wir uns.
„Das Bett ist das Bett, das Zimmer das Zimmer. Der Flur ist der Flur und die Treppe die weiße Treppe.“
Die Tür war die Tür, und sie war zu.
Draußen der Garten ist der Garten auch in der Nacht, sagten wir uns. Und Ira wusste dabei, und ich wusste es ebenso, jeder für sich musste lernen, allein zu sein, auch nachts. Auf die unzähligen Nächte in unserem gemeinsamen Bett folgten die langen Jahre, als jeder in seinem eigenen Zimmer schlief. Schon lebte jeder in der eigenen Wohnung, hatte eigene Schränke für die eigenen Sachen, machte sich eigene Gedanken und ertrug, so gut es ging, seine Angst allein.
Länger als ich es wahrhaben wollte, hatte ich mich gegen das Alleinsein gesträubt, so schien es mir rückblickend. Seit ich mit neunzehn zu Hause ausgezogen war, hatte ich zusammengenommen kein Vierteljahr lang allein gelebt. Ich war in eine WG gezogen, dann in eine andere, und von dort in eine dritte. Mitbewohner kamen und gingen. Eine Zeit lang hatte ich mit drei Freunden zusammengewohnt, später waren es zwei, dann nur noch einer. Als der letzte zu seiner Freundin zog, sah auch ich mich nach einer Mitbewohnerin um.

Und?

Welches der fünf Bücher würden Sie – nur aufgrund des Romananfangs – kaufen, wenn Sie sich jetzt für eins entscheiden müssten?

Ich selbst schwanke noch, aber iBooks auf dem Mac eröffnet mir ja jetzt die Möglichkeit, mich regelrecht in einen Roman reinzulesen. Bis zu 30 Seiten! Welches möchte ich danach nicht mehr aus der Hand legen und sofort kaufen? Bei welchen schaffe ich es nicht mal bis dahin? Und was ist eigentlich mit den 10 anderen Büchern von der Longlist: Sind sie zurecht nicht in die engere Auswahl gekommen? Oder findet sich dort der wahre Gewinner?

Fortsetzung folgt!


Stiehl/Over – Werbeagentur Internetagentur Osnabrück / Münster / Bielefeld / Emsland / Niedersachsen

Wenn klassische Werbung und Online-Marketing sich sinnvoll ergänzen, wenn aus kompromissloser Kreativität erfolgreiche Kommunikation wird, wenn man außer guten Ideen auch einen gemeinsamen Humor entwickelt, dann sind Sie bei Stiehl/Over. Wir sind keine 100-Mann-Werbeagentur, wir sitzen in keiner Werbemetropole, wir gehören keinem internationalen Network an. Die einzige Chance, besser zu sein als unser Wettbewerb ist die bessere Idee.

Marke & Qualitätssiegel – Stiehl/Over ist GWA-Mitglied.

Der GWA hat historische Wurzeln, die bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts reichen. 1952 als Gesellschaft Werbeagenturen wieder gegründet, fusionierte die GWA 1986 mit dem Wirtschaftsverband Deutscher Werbeagenturen (WDW) zum Gesamtverband Werbeagenturen GWA. Seit 2002 führt der GWA den Namen Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA. Die Mitglieder des Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA gehören zu den besten Werbeagenturen der Branche. Der GWA ist Marke und Qualitätssiegel zugleich. Ein Mal jährlich verleiht der GWA den „Effie“ als begehrte Auszeichnung für „effiziente Werbung”.

Seit 1989 – eine kleine Geschichte unserer Agentur.

Unsere Werbeagentur existiert seit mehr als 20 Jahren. Am Anfang waren wir die Agentur, die „sich mit großen Ideen für kleine Kunden bei größeren Kunden ein klein wenig ins Gerede bringt“, wie es Professor Dieter Urban in einem Artikel der Fachzeitschrift „Novum“ einmal so charmant formulierte. Auf die kleinen Kunden der Gründerzeit folgten große Marken wie Lloyd, Kettler oder Poggenpohl, mittelständische Marktführer wie die Winkhaus-Gruppe, Schmitz Cargobull oder die Meurer-Gruppe, lokale Größen wie die Piepenbrock Unternehmensgruppe, Bedford oder die Röwer XXL-Group, bedeutende Institutionen wie die niedersächsische Staatskanzlei, das Bundesumweltministerium oder die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Und immer wieder auch vermeintlich kleine Kunden mit großen Aufgaben in und um Osnabrück und Münster.

In einem „gefühlten Radius” (ist wohl mehr eine Ellipse) von 100 bis 200 km bis nach Ostfriesland und Bremen im Norden, bis nach Hannover und Braunschweig im Osten, bis nach OWL und ins Münsterland im Süden, bis in die Grafschaft und ins Emsland nach Westen und natürlich in Osnabrück selbst hat sich Stiehl/Over als Kreativagentur und Internetagentur einen Namen gemacht.

Was wir uns bewahren, ist die Fähigkeit, groß zu denken – auch für kleine Kunden mit großen Aufgaben oder große Kunden mit kleinen Budgets. Am liebsten für Marken und Mittelständler, für Verbände und Institutionen.

Stiehl/Over – mehr als eine Full-Service Werbeagentur.

Stiehl/Over gegr. 1989 Gesellschaft für Markenkommunikation GWA ist die Kreativagentur, die Marketing und Kommunikation versteht. Unabhängig und inhabergeführt bietet die Gesellschaft für Markenkommunikation aus Osnabrück ihren Kunden Chefberatung sowohl aus der Gründergeneration (Reinhard Stiehl, klassische Werbung) als auch aus der Next Generation (Daniel Over, Online-Marketing). Die Agentur steht in dem Ruf, neben klarer, puristischer Gestaltung einen ausgeprägten Sinn für außergewöhnliche Ideen und ausgezeichnete Texte zu haben. Das Leistungsspektrum der Full-Service-Agentur umfasst Klassische Werbung (Imagekampagnen, Kataloge, Broschüren, Produktanzeigen) , Online-Marketing (Corporate Websites, Redaktionssysteme, Webdesign, Microsites, SEO/SEM, iPhone Apps), Strategische Beratung (Marktanalysen, Vertriebsberatung, Positionierung, Kommunikationskonzepte), Branding (Corporate Identity, Corporate Design, Verpackungs-Gestaltung, Produkt-Design, Logo-Entwicklung) und Öffentlichkeitsarbeit. (PR-Konzepte, PR-Kampagnen, Kundenmagazine, Geschäftsberichte, Newsletter, Sponsoren-Konzepte). Stiehl/Over verfügt zudem über ein hochkarätiges Netzwerk in den Bereichen Design, Marketing, Research und TV-Production.