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Drei Saiten und kein Akkord – JEFF The Brotherhood.

| Reinhard Stiehl

JEFF The Brotherhood klingen, als hätte man Hawkwind mit Nirvana gekreuzt. Die beiden Brüder Jake und Jamin – der eine spielt Gitarre, der andere Schlagzeug – produzieren als Zwei-Mann-Band seit über 10 Jahren Lo-Fi vom Feinsten: einfach, geradeaus, ehrlich. Mit „Six-Pack“ haben Sie das beste Musik-Video 2012 produziert.

Zwei Dutzend langhaarige Jungs und Mädchen fahren mit dem Pick-Up und einem alten Bus runter zum Fluss – und da wird gerudert, gekifft, geschwommen, gesoffen und geliebt: Das Video zu „Six-Pack“ von JEFF The Brotherhood verkörpert die alternative Freiheit der frühen 70er. Gedreht wurde 40 Jahre später.

Und: „Six-Pack“ ist der perfekte Gegenentwurf zum geschniegelten Barcadi-Feeling der Yuppie-Ära. Die Mädchen sehen noch aus wie Ali MacGraw – und die Jungs wie die Musiker von Grand Funk Railroad. Jake Orrell, der Gitarrist und Sänger von JEFF The Brotherhood, könnte glatt der Sohn von Mark Farner, dem Sänger und Gitarristen der ehemals lautesten Band der Welt sein.

Heartbreaker – Grand Funk Railroad (Live, 1974)

Tatsächlich sind er und sein jüngerer Bruder Jamin, der Schlagzeuger, die Söhne von Robert Ellis Orrall, einem Singer/Songwriter und Musik-Produzenten aus Nashville, Tennessee, der Hochburg amerikanischer Country Musik. Orrall sen. schrieb zahlreiche Hits, sang im Duett mit Carlene Carter, war selbst erfolgreich mit „Boom, it was over!“ und zeichnet verantwortlich für den weichgespülten US-Top-Hit „From here to eternety“ von Michael Peterson. Musik, die von dem, was seine beiden Söhne machen, soweit entfernt ist wie die Schlagerparade der Volksmusik von den Sex Pistols.

Musik-Video zu „Boom, it was over!“ von Robert Ellis Orrall (1992)

Und doch scheint der Vater seine beiden Jungs geprägt zu haben, denn sie wuchsen nicht nur in einer musikalischen Familie auf – Papas Plattenschrank war (ganz im Gegensatz zu dem, was er selbst komponierte) voll mit Punk-Musik und Hard-Rock.

Als Vier-Spur-Tonband-Garagenband stehen JEFF The Brotherhood in der Tradition von Sonic Youth und Pavement – mit ihrer Zwei-Mann-Besetzung passen sie perfekt zu den White Stripes und Black Keys. Kein Zufall, dass Jack White (Stripes) und Dan Auerbach (Keys) die beiden letzten JEFF-Alben „We are the champions“ (2011) und „Hipnotic Nights“ (2012) wesentlich beeinflusst haben.

Warum der Sound von JEFF The Brotherhood trotzdem so klingt als wären sie eine klassische Guitar/Bass/Drum-Band hat einen einfachen Grund.

Jake Orrall:

Je mehr Instrumente man hat, desto mehr Soundmöglichkeiten gibt es. Aber eigentlich kann man auch mit jeder beliebigen Zahl von Instrumenten alles machen. Es muss nur anders sein. Ich hab zum Beispiel nur drei Gitarrensaiten. Wenn ich ganze Akkorde spielen könnte, wäre das zu viel. Dann müsste man auch noch einen Bass haben, der die Grundnote spielt, damit es sich voller anhört. Mit drei Saiten ist es einfacher, Gitarre und Bass in einem zu sein.

JEFF The Brotherhood sind viel mehr. Die Brüder sind die beste Rock-Band seit Hawkwind und Nirvana. Und die lustigste sind sie auch.


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Unsere Werbeagentur existiert seit mehr als 20 Jahren. Am Anfang waren wir die Agentur, die „sich mit großen Ideen für kleine Kunden bei größeren Kunden ein klein wenig ins Gerede bringt“, wie es Professor Dieter Urban in einem Artikel der Fachzeitschrift „Novum“ einmal so charmant formulierte. Auf die kleinen Kunden der Gründerzeit folgten große Marken wie Lloyd, Kettler oder Poggenpohl, mittelständische Marktführer wie die Winkhaus-Gruppe, Schmitz Cargobull oder die Meurer-Gruppe, lokale Größen wie die Piepenbrock Unternehmensgruppe, Bedford oder die Röwer XXL-Group, bedeutende Institutionen wie die niedersächsische Staatskanzlei, das Bundesumweltministerium oder die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Und immer wieder auch vermeintlich kleine Kunden mit großen Aufgaben in und um Osnabrück und Münster.

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